Geschichte & Geschichten
Der Räuber Lippold und die Lippoldshöhle
Um die Familie Rössing und ihre Mitglieder ranken sich manche Erzählungen und Sagen. Eine der bekanntesten ist die des Räuber Lippold und der Lippoldshöhle. Es ist die volkstümliche Erzählung von Lippold II. v.R., dem letzten Rössing als Herr der Grafschaft Hohenbüchen. Die Familie verlor die Grafschaft nach 30 jähriger Fehde u. a. gegen die Herzöge von Braunschweig und den Bischof von Hildesheim im Jahre 1311.
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Ritter und Krieger
Die Rössings als reichsunmittelbare Freie hatten keinem Landesherren Dienst zu leisten, mit Ausnahme des Kaisers. Gleichwohl galt seit dem 12 Jh., dass ein männlicher Nachkomme sich erst im Kriegsdienst zu bewähren habe, bevor der jeweils älteste Überlebende den Besitz erbte.
Hieraus entwickelte sich im Mittelalter eine Tradition des "freischaffenden" Ritters und Kriegers - die Rössings führten Fehden und waren Söldner (-führer). Über Jahrhunderte findet man Spuren der Familie an allen Orten kriegerischer Auseinandersetzung - vom Heiligen Land der Kreuzzugszeit bis zu den Gefallenenlisten von der Ostfront des Zweiten Weltkriegs.
Einige besonders eindrucksvolle Spuren hat die Familie im Raum Halberstadt hinterlassen, wo die Rössings seit 1398 Erbmarschälle des Bistums - also Schwert und Schild der Kirche waren.
Die Kirche St. Stephani in Osterwieck (Sachsen-Anhalt) ist ein Denkmal der christlichen Mission im Nordharzer Raum, der Romanik und der Spätgotik, des frühen protestantischen Kirchenbaus - und der Wiedervereinigung Deutschlands nach 1989.
Das Innere der Kirche ist u. a. mit zahlreichen Epitaphien ausgestattet, die auch Vorfahren der Familie Rössing zeigen.
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